Bushidō

Bushidō hat seine Bedeutung in den traditionellen japanischen Kampfkünsten. In der sportlichen Auseinandersetzung ist der Gegner deshalb nicht als Feind zu betrachten. Er soll vielmehr als Freund gesehen werden, der es einem ermöglicht, seine eigenen Fähigkeiten zu erproben.

Das Wort Bushido setzt sich aus bushi (Krieger) und do (Weg) zusammen und bedeutet "der Weg des Kriegers". Der Weg des Kriegers wird geebnet von den 7 Tugenden: Ehrlichkeit, Mut, Mitgefühl, Höflichkeit, Ehrhaftigkeit, Aufrichtigkeit und Loyalität - andere Autoren betonen auch die Aspekte Gerechtigkeit und Güte. Sie gelten in der westlichen Welt als überkommen und altmodisch. In einer Zeit des Wertewandels und des Werte-Verlustes westlicher Kulturen ist Bushido vor allem den Anhängern östlicher Kampfkunst- und Kampfsport-Techniken zu einem Leitfaden für ihr eigenes Handeln geworden. Bushido ist insofern als die - zumindest aber eine - Philosophie von Kampfsportarten zu verstehen, die uns unter den Bezeichnungen Judo, Ju-Jutsu, Karate, Taekwondo (Tae-Kwon-Do, Taekwon-Do) u.a. gut bekannt sind.